Bayerischer Gemeindetag

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31.05.2017 11:39:49

Gemeindetag fordert Konzept „Bildung und Digitalisierung“

Der Bayerische Gemeindetag begrüßt den gestern vom Ministerrat beschlossenen Masterplan BAYERN DIGITAL II grundsätzlich, fordert aber ein schlüssiges Konzept der Staatsregierung, wie die Digitalisierung in den

Schulen umgesetzt werden soll. „Es reicht nicht aus, die Schulen nach und nach mit schnellen Internetverbindungen zu versorgen und da und dort digitale Tafeln an die Wand zu schrauben oder die Schüler mit Tablets auszustatten. Wir brauchen ein Gesamtkonzept, wie Bildung in Zukunft vermittelt werden soll“, sagte Gemeindetagspräsident Dr. Uwe Brandl in München. Er wies darauf hin, dass es derzeit kein einheitliches Vorgehen der Schulen bei ihrer Digitalisierung gibt und es oftmals vom persönlichem Engagement der Schulleitung und einzelner Lehrer abhängt, ob moderne Technik und Medien in die Klassenzimmer Einzug halten. „Der Freistaat sollte ein milliardenschweres Digitalisierungskonzept für Schule und Bildung auflegen, damit überall im Freistaat gleiche Bildungschancen für die Schülerinnen und Schüler besteht. Es darf nicht sein, dass es von der Haushaltslage der jeweiligen Kommune abhängt, ob moderne Technik angeschafft wird oder nicht. Außerdem müssten alle Lehrerinnen und Lehrer über neuzeitliche Medienkompetenz und zeitgemäße Lehrstoffvermittlung mittels digitaler Medien geschult werden. Und zwar ohne Ausnahmen.“

 

Die von der Bayerischen Staatsregierung im gestern beschlossenen 10-Punkte-Masterplan als neue Maßstäbe in der digitalen Bildung vorgesehenen Maßnahmen, wie die Einführung des digitalen Klassenzimmers, Informatik-/Informationstechnologie als Pflichtfach an allen weiterführenden Schulen sowie die Qualifizierungsoffensive für die Lehrkräfte in der Informatik sieht der Bayerische Gemeindetag als richtigen ersten Schritt hin zu einer zukunftsfähigen Schule. Er kritisiert aber das Fehlen eines schlüssigen Gesamtkonzepts des Kultusministeriums. Brandl: „Punktuelle, nicht aufeinander abgestimmte Maßnahmen bergen die Gefahr, dass – wie in der Vergangenheit – gut gemeinte Ansätze wirkungslos bleiben. Wir brauchen ein Konzept aus einem Guss, damit sich Schüler, Lehrkräfte und die Gemeinden und Städte als Sachaufwandsträger der Schulen fit für die digitale Zukunft machen können“, sagte Brandl.